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Weitere Informationen

Werkzeugkasten zum Thema Daseinsvorsorge

Weitere Informationen zum Netzwerk Daseinsvorsorge finden Sie auch auf den Seiten des Landes Schleswig-Holstein.

www.netzwerk-daseinsvorsorge. schleswig-holstein.de  

 

Werkzeugkasten

Nachstehend können Sie das Faltblatt zum Werkzeugkasten downloaden. Mehr Infos zum Werkzeugkasten erhalten Sie hier...

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Weitere führende Informationen

Daseinsvorsorge - aber wie?

Eine der wichtigsten regionalen Gestaltungsaufgaben ist es, die Infrastruktur an die demografische Entwicklung anzupassen. Wie können wir bei einer deutlich veränderten Nachfragesituation das Infrastrukturangebot für die Menschen in unserem Lande attraktiv und zukunftsfähig gestalten?

Weniger und älter ist für viele Verantwortliche noch immer ein Schreckensszenario. Zu Unrecht. Wenn man frühzeitig und innovativ reagiert, Siedlungs- und Infrastrukturen anpasst, eröffnen sich durch diese Entwicklung neue Chancen: Für eine stärkere Arbeitsteilung zwischen Kommunen, für ein besseres Miteinander der Generationen und durch Konzentration der Angebote Chancen für mehr Qualität und eine Stärkung der Ortszentren. Wichtig ist dafür, dass man die Entwicklung und die Handlungsmöglichkeiten kennt. Dazu leistet das „Netzwerk Daseinsvorsorge Schleswig-Holstein – voneinander lernen, voneinander profitieren“ als Plattform für Informations- und Erfahrungsaustausch Hilfestellung.

Institut Raum & Energie hat in Zusammenarbeit mit dem Büro Gertz Gutsche Rümenapp im Auftrag des Innenministeriums des Landes Schleswig-Holstein eine Informationsbroschüre sowie einen Werkzeugkasten für die (regionale) Daseinsvorsorge zusammengestellt. 

Thematisch geht um Bildung, Gesundheitsversorgung und Mobilität bis hin zum Rettungswesen. (siehe auch unten) Dazu bedarf es innovativer Strategien auf der Basis fundierter Analysen. Eine kommunale Daseinsvorsorgeplanung benötigt daher gute Berechnungswerkzeuge.

Das Aktionsprogramm Daseinsvorsorge des Bundesministers für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung ist hierfür eine wichtige Initiative, die aber nur einigen Regionen zu gute kommen kann. Die Landesregierung möchte mit dem „Netzwerk Daseinsvorsorge Schleswig-Holstein – voneinander lernen, voneinander profitieren“ dabei unterstützen, effiziente Anpassungsstrategien zu erarbeiten.

Das Netzwerk Daseinsvorsorge trägt aktiv zum Dialog in der Region bei. Nachfolgend erhalten Sie verschiedenste Möglichkeiten über das Netzwerk, Veranstaltungen sowie dem Werkzeugkasten zu informieren:

Wohnungsversorgung an veränderte Ansprüche anpassen

Ein quantitativ und qualitativ gutes Wohnraumangebot ist von zentraler Bedeutung für die Attraktivität jeder Kommune. Maßgebliche Qualitätskriterien sind: gute Lage und Erreichbarkeit, Entsprechung zu den individuellen Wohnbedürfnissen und Wertbeständigkeit. Lange Zeit wurden diese Kriterien durch das klassische Einfamilienhaus erfüllt. Die demografische Entwicklung hat die Ausgangslage aber drastisch verändert: Gefragt ist ein differenziertes, zielgruppengerechtes Angebot, Single-Wohnungen, barrierefreies „altengerechtes“, auch betreutes Wohnen und Generationen übergreifendes Wohnen. Aber wie sieht der Bedarf im Einzelnen wirklich aus? Planung am Bedarf vorbei führt zu Leerständen, erheblichen Infrastrukturfolgekosten und Verfall der Immobilienwerte. Hier braucht die kommunale Daseinsvorsorgeplanung gute Berechnungswerkzeuge.

Mit Bildung in die Zukunft investieren

Eine gute Bildung und Ausbildung beeinflussen entscheidend die Zukunftschancen der Menschen. Gute Bildungsangebote und gut ausgebildete Menschen sind maßgeblich für die wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit von Städten und Gemeinde. Das ist die eine Seite. Auf der anderen Seite bringen sinkende Schülerzahlen vielfach Bildungseinrichtungen an den Rand ihrer Existenzfähigkeit. Langfristig bedarfsgerechte, innovative und kooperative Lösungen sind erforderlich. Kleinräumige Bevölkerungsprognosen, Erreichbarkeitsmodellierungen und Kostenabschätzungen können hier eine wichtige Unterstützung bieten.

Neue Wege für Gesundheitsversorgung und Pflege beschreiten

Gesundheitsversorgung und Pflegeleistungen sind in einer älter werdenden Gesellschaft das Segment der Daseinsvorsorge, für das der Bedarf dynamisch zunimmt. Dabei ergeben sich zwei große Herausforderungen. Erstens: Es wird zunehmend schwieriger, Haus- und Fachärzte in ländlichen Gebieten zu halten. Zweitens: Für häusliche Pflege stehen immer weniger Angehörige zur Verfügung, ältere Menschen müssen viel zu früh aus ihrer Wohnung in Heime wechseln. Dies ist menschlich tragisch, wird aber auch zur Kostenfalle für die Kommunen. Für innovative und kooperative Lösungsansätze haben die Modellvorhaben zur Daseinsvorsorgeplanung gute Konzepte entwickelt.

Technische Infrastrukturen kooperativ und innovativ überdenken

Technische Infrastrukturen, Straßen, Strom, Wasser (Ver- und Entsorgung) haben zwei Eigenschaften, die unter den Vorzeichen einer bedarfsgerechten Daseinsvorsorge im demografischen Wandel besondere Beachtung verlangen. Erstens: Sie sind nur sehr begrenzt flexibel. Heißt: Einmal gebaut, können sie nur unter großen Kosten anders dimensioniert werden. Sie müssen vielmehr über lange Zeiträume genutzt und unterhalten werden. Zweitens: die Kosten sind abhängig von Entfernung und Zahl der Nutzer. Heißt: in Baugebieten mit geringer Dichte und abnehmender Bewohnerzahl erhöhen sich die Belastungen für Kommunen und Anlieger überproportional. Deshalb ist bei allen Infrastrukturmaßnahmen eine belastbare Abschätzung des langfristigen Bedarfs notwendig.