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Weitere Informationen

Osnabrück Rosengärten

Zur Internetseite des Vorhabens:
www.osnabrueck-rosengaerten.de

 

Informationen auf den Seiten des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung
hier...

 

Informationsflyer zum Download... (3,8 mb)

Osnabrück Rosengärten



Experimenteller Wohnungs- und Städtebau (ExWoSt) "Osnabrück Rosengärten"

ExWoSt

ExWoSt-Forschungsfeld - Kostengünstiger und qualitätsbewusster Neubau von Ein- und Zweifamilienhäusern in prosperierenden Regionen

Die Stadt Osnabrück verfolgt gesamtstädtisch das Ziel einer flächensparenden Siedlungsentwicklung durch Bestandsentwicklung und Flächenrecycling sowie die Attraktivitätssteigerung der Stadt als Wohnstandort. Auf dieser Grundlage baut das Modellvorhaben Osnabrück Rosengärten auf, bei dem die Projektforschung von Institut Raum & Energie geleistet wurde.

Im Modellvorhaben wurden die Rahmenbedingungen, Chancen und Hemmfaktoren für eine kleinteilige Nachverdichtung in einem imagebelasteten, innerstädtischen Blockinnenbereich geprüft. Dabei war die Integration kleinteiliger qualitätsvoller Bau- und Wohnformen des Ein- und Zweifamilienhausbaus in die vorhandenen städtebaulichen Strukturen von zentraler Bedeutung.

Das Modellvorhaben verfolgt folgende Ziele:

  • Alternativen zum Einfamilienhaus im kostengünstigeren Umland vor allem für junge Familien zu bieten und damit einen Beitrag zur Verringerung der Suburbanisierung in Osnabrück zu erreichen,
  • Beiträge zur Aufwertung des Quartiers und der städtebaulichen Attraktivität und
  • Beitrag, um den fortschreitenden Segregationsprozess einzudämmen und zu einer sozialen Stabilisierung beizutragen.

Dabei sollen im Modellvorhaben Lösungsansätze für folgende programmatische Aufgaben geprüft werden:

  • Entwicklung eines integrationsfähigen städtebaulichen und soziologischen Konzeptes
  • Entwicklung von kostengünstigen und qualitätsbewussten Ein- und Zweifamilienhäusern zur Eigentumsbildung in innerstädtischer Lage
  • Freiraumkonzept mit hoher Aufenthalts- und Spielqualität als Angebot für die benachbarten und zukünftigen Bewohner auf privater Ebene
  • Steigerung der Attraktivität und der sozialen Stabilisierung des Stadtteils im Rahmen des integrierten Handlungskonzeptes
  • Vermarktungskonzept unter Berücksichtigung ethnischer Gruppen in die Verkaufsstrategie
  • Entwicklung von Kommunikationsstrukturen zwischen Projektentwicklern, vorhandenen und zukünftigen Bewohnern
  • Aufbau und Gründung einer Organisationsstruktur (Verein bzw. Genossenschaft) zur Regelung von gemeinschaftlichem Eigentum und Förderung der Kommunikation

Das Projekt richtet sich vorrangig an junge Familien mit Kindern aus dem Quartier und der Stadt, die ohne attraktive Angebote in der Stadt - vor allem aus Kostengründen - eher ein Einfamilienhaus oder Doppelhaus im Umland kaufen würden. Mit der Realisierung von freistehenden Einfamilienhäusern und Doppelhäusern soll das Projekt zusätzlich eine attraktive Alternative zu den üblichen - kostengünstigen - Reihenhäusern in der Stadt darstellen.

Vor dem Hintergrund der gewünschten Stabilisierung und Aufwertung des Quartiers sollen aber auch Familien mit einem etwas höheren Einkommen aus anderen Quartieren der Stadt sowie potentielle Rückwanderer aus dem Umland durch das Vorhaben angesprochen werden.

Das städtebauliche Konzept sieht eine Bebauung des Blockinnenbereichs mit freistehenden Einfamilienhäusern und mit Doppelhäusern vor. Die Dimensionen und Proportionen der angrenzenden Strukturen werden dabei übernommen und weiterentwickelt. Es wurden Wohntypen entwickelt, die auf kleinen Grundstücken bei sparsamer Erschließung errichtet werden können. Die Grundrisse sind flexibel an die Bedürfnisse der Nutzer anpassbar, es wurde auf ein einheitliches äußeres Erscheinungsbild besonderer Wert gelegt.

Das Vorhaben zeichnete sich durch einen breiten Kommunikationsprozess auf verschiedenen Ebenen aus. Es arbeiteten bei der Projektentwicklung Stadt, Sanierungsträger, Bauträger und Planer eng zusammen, wodurch zur Sicherung von Qualität und Kosten beigetragen werden sollte. Zudem gab es einen intensiven Kommunikationsprozess mit den Interessenten für die Neubauten und der Nachbarschaft der Blockrandbebauung.