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Auftraggeber

Veranstaltungen

Expertenworkshop
am 17.09.2013 in Berlin

Weitere Informationen hier...

 

1. Sitzung Expertenkreis
am 24.01.2014 in Berlin

Dokumentation...

Inputpapier...

 

2. Sitzung Expertenkreis
am 25.09.2014 in Berlin

Dokumentation...

Anlage 1: Kernbotschaften und Seitenstruktur...

Anlage 2: Erschließungswege...

Anlage 3: Tischvorlage Inhalte...

Kommunikationsplattform "Fläche"

Institut Raum & Energie ist zusammen mit Gröschel_Geheeb_ Responsible Branding und DEMOS Gesellschaft für E-Partizipation durch das Umweltbundesamt mit der Entwicklung und Erprobung einer Kommunikationsplattform zur Förderung des Know-how-Transfers zum kommunalen Flächenmanagement beauftragt.

Das Umweltbundesamt hat, wie u.a. in einem gemeinsamen Positionspapier der Agrar-, Bau-, Finanz-, Innen-, Raumordnungs- und Umweltministerkonferenz sowie des Bundesumwelt- und Bundeslandwirtschaftsministeriums angeregt, das UFOPLAN Vorhaben Informations- und Kommunikationsplattform zum kommunalen Flächenmanagement initiiert. 

Zielsetzung des F+E Vorhabens ist es, Vorschläge zur inhaltlichen, technischen und organisatorischen Umsetzung einer solchen Informations- und Kommunikationsplattform zu machen und in einem Prototyp umzusetzen. Mittels der Bereitstellung einer Informationsplattform für die zielgruppenspezifische Informationsvermittlung können bspw.

  • die bisher bundes- und landesweit verfügbaren Angebote in einem Internet-Portal gesammelt und aufbereitet werden und/oder
  • eine Vernetzung der Akteure und zielgruppenspezifischere Kommunikation und Bewusstseinsbildung des Themas "Fläche" erfolgen.

Hintergrund

Trotz vieler positiver Beispiele zum Flächenmanagement wird bei Vertretern des Bundes und in Ländern Bedarf zu weitergehenden Maßnahmen und  Anstrengungen zur Reduzierung der Flächenneuinanspruchnahme gesehen, insbesondere durch Maßnahmen zur Bewusstseinsbildung, Information und Sensibilisierung.

Förderung des Know-how-Transfers zum Flächen- management durch eine Kommunikationsplattform? Gibt es dafür einen Bedarf? Ist fehlendes Wissen ein Grund für die mangelnde Ausschöpfung der rechtlichen Möglichkeiten und zu geringe öffentliche Unterstützung für eine flächensparende und –schonende Siedlungspolitik? Kann eine zusätzliche Kommunikationsplattform neben der Vielfalt bundesweit verfügbarer Informationsangebote wirklich eine Stellschraube sein, um dem 30 Hektar Ziel realistisch nahe zu kommen?

Zunächst ist Skepsis nicht ganz unangemessen
. Das Thema wird nunmehr seit Jahren umfassend diskutiert. Eine Vielzahl großer Forschungsvorhaben hat sich damit auseinander gesetzt. Die Umweltressorts von Bund und Ländern sowie die Landesplanungen haben das Thema ganz oben auf der Agenda stehen. Die Notwendigkeit einer flächensparenden Siedlungs- politik scheint spätestens in Anbetracht der demografischen Entwicklung, der Erfordernisse des Klimaschutzes und leerer kommunaler Kassen offenkundig. Die Argumente liegen auf dem Tisch. Die rechtlichen Möglichkeiten sind gegeben und praktikable Instrumente sind in zahlreichen, qualitativ durchaus guten, Leitfäden aufbereitet.

Und dennoch:
Wer in der aktuellen Forschungslandschaft und Planungspraxis Zuhause ist und wer vor allem ganz konkret in kommunale Planungsprozesse eingebunden ist, muss immer wieder feststellen, dass die Argumente noch immer nur sehr oberflächlich in das öffentliche und (kommunal-) politische Bewusstsein eingedrungen sind. Alte, stark konkurrenz- dominierte und unreflektiert wachstumsgläubige Argumen- tationsmuster verhindern einen Paradigmenwechsel. Die Argumente für eine flächensparende Siedlungspolitik sind bisher in der Breite nicht so kommuniziert oder kommunikativ aufbereitet, dass sie solche Muster durchbrechen können. Vor allem sind sie überwiegend viel zu verwissenschaftlicht, um die Leidenschaft zu wecken, ohne die in der politischen Diskussion Veränderungen nicht erreichbar sind. Dass es auch anders gehen kann, zeigen gute Beispiele, die dann auch Wirkung zeigen. Sie bleiben aber leider lokal begrenzt.